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Daniel
Wunder
15.02.2018

Dienstag (20.02.) 20.15h,
Mittwoch (21.02.) 20.15h,
Donnerstag (22.02.) 20.15h,
Samstag (24.02.) 17.30h + 20.15h,
Sonntag (25.02.) 17.30h + 20.15h,
Dienstag (27.02.) 20.15h,
Mittwoch (28.02.) 20.15h,
Dienstag (06.03.) 10.00h*,


Julia Roberts und Owen Wilson spielen die Eltern eines zehnjährigen Jungen, dessen Gesicht durch einen Gendefekt entstellt wurde.

Auggie (Jacob Tremblay aus „Raum“) weiß, dass er kein normaler zehnjähriger Junge ist. Denn er bringt andere Kinder dazu, „schreiend vom Spielplatz wegzulaufen“. Aus diesem Grund trägt er am liebsten einen Astronautenhelm. Ein seltener Gendefekt, der zu einer massiven Defor­mation der Gesichtsknochen führt, hat sein Gesicht entstellt. 27 Operationen musste Auggie seit seiner Geburt überstehen. Weil er oft krank war, haben seine Eltern (Julia Roberts und Owen Wilson) entschieden, dass er zu Hause unterrichtet wird. Doch jetzt soll er in die fünfte Klasse einer nahe gelegenen Schule gehen.

In ihrem Debütroman „Wunder“, das Stephen Chbo­sky („Vielleicht lieber morgen“) auf berührende Weise verfilmt hat, begleitet die New Yorkerin Raquel J. Palacio den Jungen durch dieses erste Schuljahr. Auggie hat sich zwar längst ­daran gewöhnt, angestarrt zu werden (manche schauen auch ganz schnell wieder weg, weil sie so entsetzt sind), aber eigentlich geht er „nicht gern da hin, wo andere Kinder sind“. In der Schule wird er als „Missgeburt“ beschimpft, doch es gibt auch Mädchen wie Summer, die sich in der Mensa zu ihm setzt, weil sie nicht nur sein Gesicht sieht – und den ebenso klugen wie witzigen Jungen kennen­lernen will. Und dann ist da noch Jack, der irgendwann von sich behaupten kann: „Das Mutigste, was ich je getan habe, war, mich mit Auggie anzufreunden.“

Der Film folgt im wesentlichen dem Erzählprinzip des Romans und schildert die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Neben einigen Mitschülern kommt auch Auggies ältere Schwester Via (Izabela Vidovic) zu Wort. Nachdem sie schon in der Vergangenheit nur selten die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie sich gewünscht hätte, stellt das neue Schuljahr auch für sie einen Einschnitt dar. Sie geht jetzt auf die Highschool, ihre Freundin Miranda will nichts mehr von ihr wissen, und dann ist da noch Jus­tin, der Junge aus der Theaterklasse, der sich offensichtlich für sie interessiert. Erwachsene Zuschauer werden die Geschichte vor allem aus dem Blickwinkel von Auggies Eltern erleben, die ihren Sohn, der so behütet aufgewachsen ist, in die Welt entlassen und ihre eigenen Ängste überwinden müssen.

Mit „Wunder“ ist Stephen Chbosky ein herzergreifendes Plädoyer für Verständnis und Toleranz gelungen. Ein Film, der immer wieder zu Tränen rührt und der mit seinen einfachen Wahrheiten zu mehr Freundlichkeit und Rücksichtnahme aufruft – und damit ein Zeichen setzt gegen Ignoranz und Zynismus. Ergreifend, aber nicht zu senti­mental: ganz großes Gefühlskino.

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*Wickeltaschenkino:
Sondervorstellung für Eltern mit Babys und alle, die gerne vormittags ins Kino gehen. Frühstücks- und Wickelmöglichkeiten vorhanden.
Dienstag (06.03.) um 10.00h, Einlass: 9.30h