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"Die letzte Sau" nur am 27. März
09.03.2017

In Kooperation mit BUND, Attac, AbL und Agenda Hennef; Gast: Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium


"Die Welt ist ein scheißdunkler Ort. Man muss Leuchtfeuer anzünden“, heißt es im dritten Spielfilm des süddeutschen Regisseurs Aron Lehmann („Highway to Hellas“), in dem nicht zufällig immer wieder Songs der deutschen Anarchoband Ton Steine Scherben erklingen.

Erzählt wird die Geschichte des schwäbischen Kleinbauern Huber (Golo Euler), dem morgens schon das Bett zusammenkracht, später kommt aus der Dusche nur kaltes Wasser, und pleite ist er sowieso. Dann läuft ihm auch noch die Freundin weg, und ein Asteroid kracht auf seinen Bauernhof. Da hat Bauer Huber die Faxen dicke. Er packt seine letzte Sau in ein Moped mit Seitenwagen und wird zum Rebell gegen das Schweinesystem.

Es entwickelt sich ein melancholisches Roadmovie, das zwischen Heimatfilm und sozialkritischem Märchen pendelt und in dessen Verlauf Bauer Huber eine Revolution gegen die industrielle Tierhaltung anzettelt. „So geht es nicht weiter“ wird zu seinem Leitspruch, und der verbreitet sich im ganzen Land.

„Die letzte Sau“ ist hammerharte Kapita­lis­muskritik: Villenbewohnern wird auf die Wiese geschissen („Das ist guter Dünger!“), ein ehemaliger Investmentbanker sagt resigniert: „Es stimmt alles nicht mehr. Mit der ganzen Welt stimmt nichts mehr.“ Zarte Hoffnung bietet nur das allerletzte Bild.

Anarchistisches Roadmovie über einen ver­armten Kleinbauern, der auf die Barrikaden geht.
© Cinema.de

In Kooperation mit BUND, Attac, AbL und Agenda Hennef
Nur am Montag, den 27.03. um 19.30h

Zur Diskussion im Anschluss erwarten wir den Parlamentarischen Staatssekretär im Umweltministerium, Horst Becker.

http://www.drei-freunde.de/avada_portfolio/die-letzte-sau/
Freigegeben ab 12 Jahren, 86 Minuten