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Das Wunder von Taipeh
28.09.2022

In Kooperation mit der Stadt Hennef:
Nur Mittwoch (28.09.) 19.30h

  Beginn um 19:30 mit anschließender Diskussion.

Bis 1970 war Frauenfußball in Deutschland offiziell verboten. Anfang der 1980er hatte sich der Zustand nur minimal gebessert. Frauen konnten den Sport zwar ausüben, aber das wurde vom DFB mehr geduldet als gefördert. Es bestand kein Interesse daran, eine deutsche Fußballnationalmannschaft zu gründen. Als 1981 die Einladung zur ersten inoffizielle Frauen-Fußballweltmeisterschaft nach Taiwan erfolgte, hatte Deutschland keine Nationalmannschaft. Die Einladung ging deshalb an die amtierenden deutschen Rekordmeisterinnen der SSG 09 Ber- gisch Gladbach. Vor Tausenden begeisterten Fans im Stadion und live im Fernsehen Taiwans spielten die Frauen - ohne die Unterstützung des DFBs - das Turnier ihres Lebens. In seinem Dokumentarfilm „Das Wunder von Taipeh“ lässt John David Seidler die Spielerinnen von damals zu Wort kommen. Sie erzählen von den heute absurd anmutenden Bedingungen, unter denen sie für ihren großen Traum vom Fußball kämpf- ten, gegen alle Widerstände und mit einer gehörigen Portion Humor. Begleitet von historischem Filmmaterial erzählt der Film eine Fußballgeschichte, in der es um viel mehr geht als sportlichen Erfolg, nämlich um Gleichberechtigung und Anerkennung.  
In   Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der   Stadt Hennef. Beginn 19:30   Uhr.

Im Anschluss diskutieren der Filmemacher John   David Seidler und die ehemaligen Spielerinnen Petra Landers und Brigitte Klinz. Moderation: Andrea Krieger.


1981 lud Taiwan zu einer ersten Fußballweltmeisterschaft der Frauen ein – zu einer Zeit, als der DFB den Frauenfußball, der in Deutschland bis 1970 offiziell verboten war, mehr duldete als förderte. Da die Gründung einer Frauennationalmannschaft für den DFB bis dato nicht von Interesse war, ging die Einladung an die deutschen Rekordmeisterinnen der SSG 09 Bergisch Gladbach.

Die ehemaligen Spielerinnen, die zum Teil noch in einer illegalen Thekenmannschaft auf einem Aschenplatz in Köln-Dellbrück begannen, erzählen im Film von den heute absurd anmutenden Bedingungen, unter denen sie für ihren großen Traum vom Fußball kämpften, gegen alle Widerstände und mit einer gehörigen Portion Humor. Ohne jede Unterstützung des DFB spielten sie vor hunderttausenden begeisterten Zuschauern in den WM-Stadien und live im taiwanesischen Fernsehen das Turnier ihres Lebens. Angeführt von Ausnahmetrainerin Anne Trabant-Haarbach, die gleichzeitig als Stürmerin mitspielte, wurde “Team Germany“ aus Bergisch Gladbach Weltmeister. Mit 25 Toren und ungeschlagen. Begleitet von historischem Filmmaterial – Zeitzeugnisse einer Männerwelt, die heute umso anachronistischer wirken – erzählt der Film eine Fußballgeschichte, in der es um viel mehr geht als sportlichen Erfolg, nämlich um Gleichberechtigung und Anerkennung.