< Auszeichnung mit dem Kinoprogrammpreis
Persischstunden
21.10.2020

Montag (26.10.) 20.15h,


Mit einer Lüge rettet sich der junge Gilles 1942 vor der Exekution durch die Nazis, er sei Perser, kein Jude. Daraufhin soll er Sprachunterricht in Farsi geben...

„Erfindung einer Sprache“ nennt sich eine 2008 vom für seine Drehbücher bekannten Wolfgang Kohlhaase aufgeschriebene und bereits als Hörspiel umgesetzte Erzählung. Der US-kanadische Regisseur Vadim Perelman hat sie als Kammerspiel für die Leinwand adaptiert, Lars Eidinger brilliert darin als Kommandant der Küche eines Übergangslagers, der sich von einem Gefangenen die persische Sprache Farsi beibringen lässt, weil er nach dem Krieg in den Iran auswandern und ein Restaurant eröffnen will. Was der Hauptsturmführer nicht weiß: die Wörter, die er lernt, sind eine reine Phantasiesprache. Ob die Sache gut gehen wird, daraus zieht „Persischstunden“ seine Spannung.

"Die Beziehung zwischen dem SS-Mann und „seinem Perser“ steht zwar im Mittelpunkt des Films, doch Regisseur Vadim Perelman („Haus aus Sand und Nebel“) genügen wenige Szenen, um das Grauen des KZ-Alltags einzufangen. Zum Ereignis wird der Film aber vor allem durch Lars Eidinger („25 km/h“), der den Küchenchef des Durchgangslagers auf so erschreckende und differenzierte Weise verkörpert, dass einem immer wieder der Atem stockt. Ein bewegender Film über das Überleben – mit einem überragenden Lars Eidinger." Cinema